Theoretische Ausbildung  

Steckbrief Helmut Puritscher

 

"Ich bin nicht an meinen Rollstuhl "gefesselt", wie es im Alltagsjargon gerne, ohne zu denken, salopp dahin gesagt wird ...

 

Ich lebe seit dem Jahr 2005 im Rollstuhl; eine Vereiterung am Rückenmark hat meine Nervenbahnen gestört bzw. geschädigt und mir eine so genannte "inkomplette Querschnittlähmung" eingebracht.

 

Mein Leben hat sich seither drastisch verändert; der Alltag ist nicht frei von Barrieren - beim Schlafen, beim Aufenthalt in der Toilette (Verdauung), beim Duschen, Ankleiden, bei Auto fahren, bei der Mobilität überhaupt, beim

Liebesleben, bei der Arbeit, im Alltag und so weiter und so fort.  

 

"Aufgeben tut man nur einen Brief", heißt es in gelähmten Kreisen. Therapien und Hoffnung prägen das Leben eines Gelähmten. Solange es Fortschritte und Änderungen zum Positiven gibt, seien sie auch noch so klein, besteht Hoffnung auf ein Wiederauferstehen. Ich arbeite an meiner "Wiederauferstehung".

 

Die Vorträge bei THL halte ich deshalb gerne, weil es für mich eine Möglichkeit ist, zu kommunizieren, dass Menschen, die im Rollstuhl leben müssen, am Alltag teilhaben wollen, wenn sie nur können (dies ist natürlich sowohl vom Grad der eigenen Behinderung als auch von der Barrierefreiheit im öffentlichen Leben abhängig).

 

Mitleid ist nicht gefragt! Das Aufzeigen von Problemen und Hindernissen von "ge-hinderten" Menschen ist mir ein Anliegen. Man ist "ge-hindert", weil man nicht gehen kann (nebst anderen Problemen der Lähmung). "Be-hindert" wird man allein von den Umständen im öffentlichen Leben."

 

Helmut Puritscher                                                                                                           zum Lebenslauf...

 

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