Curriculum

Allgemeine hundekunde (130 UE)

  1. Entwicklung zum domestizierten Hund
  • Abstammung /Evolution
  • Heutige Hundeartige
  • Geschichte der Mensch / Tierbeziehung
  1. Genotyp / Phänotyp
  • Anatomie / Physiologie
  • Rassekunde, rassebedingte Verhaltensausprägung
  • Fortpflanzung
  • Genetik
  • Zucht
  • Welpe, Entwicklung, Junghund zum adulten Hund
  1. heutiges Habitat des Hundes:
    • diverse Trainingsphilosophien
    • Haltungsbedingungen: Heimhaltung, Tierheim, Rudel(Gruppen)haltung
    • Listenhunde: Hundeführschein, Sachkundenachweis
    • Hund und Kind
    • Problemfelder
  2. Gefühlsleben des Hundes
    • Gefühle und deren Ausdruck
    • Geschichte der Tierpsychologie
    • Selbstsicherheit / Eigenständigkeit
    • Emotionales Lernen
  1. Ethologie / Kommunikation
    • Ethologie: Definitionen und theoretische Grundlagen, konstante arttypische Verhaltensweisen, Dominanztheorie, Mensch / Hundinteraktion
    • Ausdrucksverhalten des Hundes: Körper und Lautsprache Hund versus Wolf, Kommunikation Mensch Hund
  • Calming Signals
    • Vom Behaviorismus zur kognitiven Ethologie
    • kognitive Fähigkeiten des Hundes, Entwicklungsunterschiede Wolf /Hund
    • Neurobiologie
    • Soziales Lernen, Sozialkompetenz
    • Problemorientiertes Coping / Besitzereinfluss
    • Persönlichkeit / Temperament
    • Vorhersage von Verhalten
    • Ausblick in die Forschung
  1. Lernen / Training
    • Lerntheorie: Definitionen, Behaviorismus, ganzheitliche Theorie
    • Lehrmethodik: Konditionierung, Verhaltensketten, Shapen …
    • Trainingstechniken: Hilfsmittel, Laut- und Sichtzeichen
    • Trainingsaufbau, Umsetzung
    • Excursion
    • Workshop – Chickencamp

Praxisgrundlagen (60 UE)

  1. Grundlagen zum Training
    • Gruppentraining
    • Einzeltraining
    • Outdoor / Indoortraining, Voraussetzungen, Prävention
    • Kursziele
    • Trainingsphilosophien
  1. Nasenarbeit Teil 1 und 2
    • Geruchsunterscheidung
    • Anzeigeverhalten, Objektsuche
    • Nasenspiele
    • Trailen, ID Fährten.
  1. Hundesportdisziplinen
    • Hundeberufe
    • Hundesport
  1. Hundeausstellung
    • FCI Reglement / Rassestandards
    • Tierschutzrelevante Aspekte
  1. Allgemeine Kundenberatung
    • Typberatung, welcher Hund passt zu welchem Menschen
    • Management der Hundehaltung
    • Beratung zu Rechte und Pflichten des Hundehalters
    • Literaturberatung

Ganzheitlich betrachtete Aspekte im Speziellen (164 UE)

  1. Ernährung
    • Ernährung allgemein
    • Ernährung und Verhalten
  1. Gesundheit und Krankheit
    • 1. Hilfe Mensch und Tier
    • Veterinärcheck
    • Infektionslehre, Impfungen
    • Parasiten
    • Allg. Krankheitslehre
    • Mobilität des Hundes
    • Antigiftködertraining
    • Medicaltraining
  1. Belastende Faktoren
    • Belastungsreaktionen und Copingsstrategien, Management, Prävention
    • Erkrankungen die das Verhalten beeinflussen
    • Körperliche Beeinträchtigung: Schmerz, Bewegungseinschränkungen, Alter, Sinnesbeeinträchtigung
  1. Ethik
  • Der Hund als Freund / Lebenspartner, Wirtschaftsfaktor, Dienstleister, Instrument
    • Hunde mit Defiziten
    • Euthanasie
    • Tierschutz Ausland
  1. Überblick zum Alternativer Support zur Schulmedizin, Vernetzung
    • Kinesiologie
    • Bachblüten
    • TTouch
    • Bowen
    • Homöopathie
    • Massage des Hundes
  1. Ganzheitliche Verhaltensberatung
    • Problemlösungsprozess: Assessment, Analyse, Beratung, Trainingsplan, Management
    • Verhaltenskorrektur
    • Unerwünschte Copingstrategien des Hundes – individuelle Lösungen
  1. spezielles Verhaltenstraining zu
    • Unerwünschtes Jagdverhalten
    • Hyperaktive Hund
    • Hunde aus dem Tierschutz, Verhaltenseinschätzung
    • Angst
    • Aggression
    • Wahrnehmungsbeeinträchtige Hunde

Berufsbild ( 50 UE)

  1. Umgang mit Kunden
    • Präsentationstechnik
    • Buchrezensionen
    • Menschentraining für Hundetrainer
    • Reflexionen
    • Kommunikationstraining
  1. Tierschutz
    • Tierschutzgesetz
    • Tierschutzorganisationen
  1. Netzwerk
    • Interessensvertretungen wie Vöht, ÖHV
    • Internationale Organisationen
    • Österreichische Kynologische Szene wie ÖKV und ÖHU
    • Verbandskörperschaften des ÖKV
    • andere
  1. Marketing
    • Werbung, Prospekt, Homepage
    • Franchise (Vertrieb von Hundegebrauchsartikel)
  1. Rechtliches
    • Gewerberecht
    • Vertragsrecht, Datenschutz
    • Steuer
    • Amtswege
    • Versicherung, Schadenersatz

Excursionen:

Zu einzelnen Themenbereichen sind Exkursionen bzw Workshops geplant.

Praxis

Nach dem 4. Unterrichtsblock beginnen die Praxiseinheiten, die von jedem Teilnehmer selbstverantwortlich geplant und dann terminlich mit den Partnerschulen umgesetzt werden.

Vorgeschriebener Praxisumfang sind 180 Praxisstunden die innerhalb der Ausbildung zu erbringen sind.

Dem Teilnehmer wird ein Übersichtsrahmen in einem Praxisheft ausgehändigt, indem die vorgeschriebenen Praxiseinheiten zeitlich strukturiert aufgebaut zu entnehmen sind. Theoretisch vermittelte Ausbildungsinhalte werden innerhalb der Blöcke in der angewandten Praxis erlernt und dann in den Praxiseinheiten der Partnerschulen entsprechend umgesetzt.

Die Praxis gliedert sich in

    • Beobachtung und Hilfestellung im Alltagstraining
    • Beobachtung und Hilfestellung in Welpen/Junghundegruppen
    • Einzel und Gruppentraining von adulten Hunden unter Anleitung
    • Beratung von Hundebesitzern, spez. Kleingruppentraining unter Anleitung
    • Unterstützung bei Sachkundenachweis / Hundeführschein /
    • Problemhundeberatung / Verhaltensberatung
    • Abhaltung eines Welpenkurses (Nach Lernfortschritt im Ermessen des Praxisanleiters)
    • Abhaltung eines Gruppenkurses (Nach Lernfortschritt im Ermessen des Praxisanleiters)
    • Therapiehundeausbildung
    • Spezialkurse nach freier Wahl

Prüfungen

Die einzelnen Themenbereiche schließen entweder mit schriftlichem Test im Single oder multiple Choice Art oder mit einer Gruppenarbeit oder teilweise auch benoteten Hausübung ab.

Hausübungen

Umfassendes Literaturstudium mit Buchrezensionen und deren Präsentation, Videoaufzeichnungen, Beobachtungen mit Analyse und Präsentation in der Gruppe, Berichte zu gestellten Aufgabenbereichen, Erstellen von Fallbeispielen, Reflexion der Praxis

Abschlussarbeit

Die Abschlussarbeit wird vom Teilnehmer nach Rücksprache mit der Ausbildungsleiterin selbst gewählt und am Ende der Ausbildung präsentiert. Die entsprechenden Rahmenbedingungen dazu werden zu Beginn der Ausbildung definiert.

Die Abschlussarbeit wird nach Beendigung des Lehrgangs in der THL Homepage veröffentlicht.

Spezifikationstools

Zusätzlich zu der Grundausbildung werden Spezifikationstools angeboten, die je nach Interesse gebucht werden können. Diese sind nicht in den Ausbildungskosten inkludiert. Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage, d.h. dass ein Tool nur dann veranstaltet wird, wenn es ausreichende Anmeldungen dafür gibt. Die Tools sind auch für externe Teilnehmer als Fortbildung offen.

Abschluss

Am Ende der Ausbildung zum ganzheitlich orientierten Hundeverhaltenstrainer steht die theoretische Abschlussnote die eine Summe der Einzelprüfungen, benoteten Hausübungen und der Abschlussarbeit darstellt. Sowie eine praktische Prüfung mit einer theoretische Begründung eines realen Fallbeispiels gegenüber einer Prüfkommission. In das praktische Prüfungsendergebnis fließen die Beurteilungen der Praxisschulen, die tatsächliche praktische Abschlussprüfung sowie die Gesamtpräsentation des Kursteilnehmers während der Ausbildung ein.

Im Krankheitsfall

Max. 40 Unterrichtseinheiten dürfen im nachweislichen Krankheitsfall verabsäumt werden. Die Inhalte der versäumten Unterrichtseinheiten müssen im Selbststudium erlernt und bei dem nächsten Block mit schriftlichem Test erbracht werden.

Sollte der versäumte Teil interaktiven Unterricht bzw essentielle Lerninhalte beinhalten ist dies nicht möglich. Dafür müssen gesonderte Lernfortschrittstest erbracht werden.

Übungen die versäumt werden können mit Unterstützung der Kursorganisatorin außerhalb der regulären Unterrichtszeiten gegen eine Gebühr nachgeholt werden.

Werden mehr als die 38 Stunden versäumt, kann der Lehrgang nicht beendet, jedoch bei Zustande kommen eines Folgelehrganges in die fehlenden Blocks eingestiegen werden. Die Kursgebühr muss jedoch zur Gänze bereits erlegt sein (allg. Geschäftsbedingungen)

Referenten Die Unterrichtseinheiten (UE) werden alle in deutscher Sprache abgehalten.

Alle Referenten haben internationale Trainer – Ausbildungen absolviert oder weisen eine einschlägige universitäre Ausbildung als Tierarzt bzw. Verhaltensbiologe oder eine ihrem Fachbereich entsprechende Ausbildung auf.

Förderung:

Die Ausbildung wird bei bestimmten Umständen vom AMS/Bildungskarenz gefördert.
Der Gesamtumfang der Ausbildung mit Selbststudium beträgt über 23 Std.  Lernumfang pro Woche auf die gesamte Dauer des Lehrgangs
.

Der Reinerlös, nach Abzug der gesetzlichen Abgaben der hier angebotenen Ausbildung von MTZ fließt statutenmäßig in die Finanzierung des Kooperationspartners Tiere Helfen Leben für die Projekte der Tiergestützten Therapie

Ausbildungsort

Ausbildungszentrum Tiere Helfen Leben

Veranstalter: Mensch und Tier im Zentrum

Neudörfl bei Wr. Neustadt

Hauptstraße 154a

7201 Neudörfl