Allgemeine Hundekunde (128 UE)

  1. Entwicklung zum domestizierten Hund
  • Abstammung /Evolution
  • Heutige Hundeartige
  • Geschichte der Mensch / Tierbeziehung
  1. Genotyp / Phänotyp
  • Anatomie / Physiologie
  • Rassekunde, rassebedingte Verhaltensausprägung
  • Fortpflanzung
  • Genetik
  • Zucht
  • Welpe, Entwicklung, Junghund zum adulten Hund
  1. heutiges Habitat des Hundes:
  • diverse Trainingsphilosophien
  • Haltungsbedingungen: Heimhaltung, Tierheim, Rudel(Gruppen)haltung
  • Listenhunde: Hundeführschein, Sachkundenachweis
  • Hund und Kind
  • Problemfelder
  1. Gefühlsleben des Hundes
  • Gefühle und deren Ausdruck
  • Geschichte der Tierpsychologie
  • Selbstsicherheit / Eigenständigkeit
  • Emotionales Lernen
  1. Ethologie / Kommunikation
  • Ethologie: Definitionen und theoretische Grundlagen, konstante arttypische Verhaltensweisen, Dominanztheorie, Mensch / Hundinteraktion
  • Ausdrucksverhalten des Hundes: Körper und Lautsprache Hund versus Wolf, Kommunikation Mensch Hund
  • Calming Signals
  • Vom Behaviorismus zur kognitiven Ethologie
  • kognitive Fähigkeiten des Hundes, Entwicklungsunterschiede Wolf /Hund
  • Neurobiologie
  • Soziales Lernen, Sozialkompetenz
  • Problemorientiertes Coping / Besitzereinfluss
  • Persönlichkeit / Temperament
  • Vorhersage von Verhalten
  • Ausblick in die Forschung
  1. Lernen / Training
  • Lerntheorie: Definitionen, Behaviorismus, ganzheitliche Theorie
  • Lehrmethodik: Konditionierung, Verhaltensketten, Shapen …
  • Trainingstechniken: Hilfsmittel, Laut- und Sichtzeichen
  • Trainingsaufbau, Umsetzung
  • Excursionen
  • Workshop – chickencamp

 

Praxisgrundlagen  (60 UE)

  1. Grundlagen zum Training
  •  Gruppentraining
  • inzeltraining
  • Outdoor / Indoortraining, Voraussetzungen, Prävention
  • Kursziele
  • Trainingsphilosophien
  1. Nasenarbeit Teil 1 und 2
  • Ø  Geruchsunterscheidung
  • Ø  Anzeigeverhalten, Objektsuche
  • Ø  Nasenspiele
  • Ø  Trailen, ID Fährten.
  1. Hundesportdisziplinen
  • Ø  Hundeberufe
  • Ø  Hundesport
  1. Hundeausstellung
  • Ø  Präsentation
  • Ø  FCI Reglement / Rassestandards
  • Ø  Tierschutzrelevante Aspekte
  1. Allgemeine Kundenberatung
  • Ø  Typberatung, welcher Hund passt zu welchem Menschen
  • Ø  Management der Hundehaltung
  • Ø  Beratung zu Rechte und Pflichten des Hundehalters
  • Ø  Literaturberatung

 

Ganzheitlich betrachtete Aspekte im Speziellen (126 UE)

 

  1. Ernährung
  • Ernährung allgemein
  • Ernährung und Verhalten
  1. Medizin
  • 1. Hilfe Mensch und Tier
  • Veterinärcheck
  • Infektionslehre, Impfungen
  • Parasiten
  • Allg. Krankheitslehre
  • Mobilität des Hundes
  1. Belastende Faktoren
  • Belastungsreaktionen und Copingsstrategien, Management, Prävention
  • Erkrankungen die das Verhalten beeinflussen
  • Körperliche Beeinträchtigung: Schmerz, Bewegungseinschränkungen, Alter, Sinnesbeeinträchtigung
  1. Ethik
  • Der Hund als Freund / Lebenspartner, Wirtschaftsfaktor, Dienstleister, Instrument
  • Hunde mit Defiziten
  • Euthanasie
  • Tierschutz Ausland
  1. Überblick zum Alternativer Support zur Schulmedizin, Vernetzung
  • Kinesiologie
  • Bachblüten
  • TTouch
  • Bowen
  • Homöopathie
  1. Ganzheitliche Verhaltensberatung
  • Problemlösungsprozess: Assessment, Analyse, Beratung, Trainingsplan, Management
  • Verhaltenskorrektur
  • Unerwünschte Copingstrategien des Hundes – individuelle Lösungen 
  1. spezielles Verhaltenstraining zu
  • Unerwünschtes Jagdverhalten
  • Hyperaktive Hund
  • Hunde aus dem Tierschutz, Verhaltenseinschätzung
  • Angst
  • Aggression
  • Wahrnehmungsbeeinträchtige Hunde

  

Berufsbild (68 UE)

  1. Umgang mit Kunden
  • Rhetorik, Didaktik
  • Präsentationstechnik
  • Buchrezensionen
  • Menschentraining für Hundetrainer
  • Kommunikation
  • Umgang mit Schwierigen Klienten
  • Reflexionen
  1. Tierschutz
  • Tierschutzgesetz
  • Tierschutzorganisationen
  1. Netzwerk
  • Interessensvertretungen wie Vöht, ÖHV
  • Internationale Organisationen
  • Österreichische Kynologische Szene wie ÖKV und ÖHU
  • Verbandskörperschaften des ÖKV
  • andere
  1. Marketing
  • Werbung, Prospekt, Homepage
  • Franchise (Vertrieb von Hundegebrauchsartikel)
  1. Rechtliches
  • Gewerberecht
  • Steuer
  • Amtswege
  • Geschäftsbedingungen, Verträge
  • Versicherung,  Schadenersatz

 Excursionen/Hospitationen:

 Ab Zu den einzelnen Themenbereichen sind Exkursionen vorgesehen. Wolf Science Center und Clever Dog Lab sind zwei davon.

 Praxis

 Ab dem 4. Unterrichtsblock beginnen die Praxiseinheiten, die von jedem Teilnehmer selbstverantwortlich geplant und dann terminlich mit den Partnerschulen umgesetzt werden.

Vorgeschriebener Praxisumfang sind 180 Praxisstunden die innerhalb der Ausbildung zu erbringen sind.

Dem Teilnehmer wird ein Übersichtsrahmen ausgehändigt, indem die vorgeschriebenen Praxiseinheiten zeitlich strukturiert aufgebaut zu entnehmen sind. Theoretisch vermittelte Ausbildungsinhalte werden innerhalb der Blöcke in  der angewandten Praxis erlernt und dann in den Praxiseinheiten der Partnerschulen entsprechend umgesetzt.

Die Praxis gliedert sich in

  • Beobachtung und Hilfestellung im Alltagstraining
  • Beobachtung und Hilfestellung in Welpen/Junghundegruppen
  • Einzel und Gruppentraining von adulten Hunden unter Anleitung
  • Beratung von Hundebesitzern, spez. Kleingruppentraining unter Anleitung
  • Unterstützung bei Sachkundenachweis / Hundeführschein / Problemhundeberatung
  • Abhaltung eines Welpenkurses
  • Abhaltung eines Gruppenkurses
  • Spezialkurse nach freier Wahl

 

Prüfungen

Die einzelnen Themenbereiche schließen entweder mit schriftlichem Test im Single Choice Art oder mit einer Gruppenarbeit oder Hausarbeit ab.

Hausarbeiten

Umfassen Literaturstudium mit Buchrezensionen und deren Präsentation, Videoaufzeichnungen, Beobachtungen mit Analyse und Präsentation in der Gruppe, Berichte zu gestellten Aufgabenbereichen, Reflexion der Praxis

 Abschlussarbeit

Die Abschlussarbeit  wird vom Teilnehmer nach Rücksprache mit der Ausbildungsleiterin selbst gewählt und am Ende der Ausbildung präsentiert. Die entsprechenden Rahmenbedingungen dazu werden zu Beginn der Ausbildung definiert.

Spezifikationstools

Zusätzlich zu der Grundausbildung werden Spezifikationstools angeboten, die je nach Interesse gebucht werden können. Diese sind nicht in den Ausbildungskosten inkludiert. Das Angebot richtet sich nach der Nachfrage, d.h. dass ein Tool nur dann veranstaltet wird, wenn es ausreichende Anmeldungen dafür gibt. Die Tools sind auch für externe Teilnehmer als Fortbildung offen.

Das Tool wird mit einer Praxisprüfung abgeschlossen und zertifiziert.

Abschlussprüfung

Am Ende der Ausbildung zum ganzheitlich orientierten Hundeverhaltenstrainer stehen die theoretische Prüfung die eine Summe der Einzelarbeiten und der Abschlussarbeit darstellt, sowie eine theoretische Begründung des praktischen Prüfungsteils. In das  praktische Prüfungsergebnis fließen die Beurteilungen der Praxisschulen, die tatsächliche praktische Abschlussprüfung sowie die Gesamtpräsentation des Kursteilnehmers während der Ausbildung ein.

Im Krankheitsfall

Max. 36 Unterrichtstunden dürfen im nachweislichen Krankheitsfall verabsäumt werden. Die Inhalte der versäumten Unterrichtseinheiten müssen im Selbststudium erlernt und bei dem nächsten Block mit schriftlichem Test erbracht werden.

Übungen die versäumt werden können mit Unterstützung der Kursorganisatorin außerhalb der regulären Unterrichtszeiten gegen eine Gebühr nachgeholt werden.

Werden mehr als die 36 Stunden versäumt, kann der Lehrgang nicht beendet, jedoch bei Zustande kommen eines Folgelehrganges  in die fehlenden Blocks eingestiegen werden. Die Kursgebühr muss jedoch zur Gänze bereits erlegt sein (allg. Geschäftsbedingungen)

Referenten Die Unterrichtseinheiten (UE) werden mit einer Ausnahme (Übersetzung) alle in deutscher Sprache abgehalten.

Ausbildungen absolviert oder weisen  eine einschlägige universitäre Ausbildung als Tierarzt bzw. Verhaltensbiologe oder eine ihrem Fachbereich entsprechende Ausbildung auf. 

Der Reinerlös der angebotenen Ausbildung fließt zur Gänze in die Finanzierung von speziell ausgewählten Tierschutz – oder Therapiehundeprojekten

 

© Susanna Haitzer