Ich bin Sammy

Wie alles begann….

Sammy_01Ich bin Sammy, ein 5-jähriger Labradorrüde und heute ein richtiger Therapiehund. Begonnen hat alles vor 5 Jahren. Nach 14 langen Wochen bei meiner Mama kamen mein Frauchen und Herrchen endlich, um mich zu holen. Gott sei Dank nahmen sie mich und nicht meinen Bruder. Meine Besitzer sind sehr nett und unternehmen viel mit mir. Immer wieder hörte ich, dass ein Therapiehund aus mir werden sollte – so wie meine beste Hundefreundin Kira. Ich bin ein gutmütiger Faulpelz, der sich über jeden Kontakt mit Menschen freut – egal, ob ich sie kenne oder nicht. Und die wichtigste Information: Ich bin ein Labbi und fresse für mein Leben gern. Alle Menschen bewundern meine Gutmütigkeit  und ich benehme mich meistens vorbildlich. Nach eineinhalb Jahren fuhren wir dann zum Eignungstest von THL. Es war wirklich aufregend da und mein Frauchen und ich bestanden die Prüfung. Dort waren lauter nette Leute und es gab ganz viele Leckerlis. Einige Wochen später begann unsere Ausbildung. Manchmal war Frauchen alleine da und manchmal durfte ich mitkommen. Es machte sehr viel Spaß gemacht und das Wichtigste: Es gab immer viele Leckerlis. Bei unseren Einschulungen besuchten wir alte Leute im Altersheim, behinderte Menschen der Förderwerkstätte und noch einiges mehr. Alle durften Spielchen mit mir machen, mich streicheln oder bürsten. Nach einiger Zeit beherrschte ich auch ein paar Tricks, die ich sehr gerne vorführte. Nach ca. 1 Jahr war es dann soweit…. die Abschlussprüfung. Ich war wirklich sehr aufgeregt und mein Frauchen auch. Wir gaben beide unser Bestes und bestanden die Prüfung. Voller Stolz erzählte mein Frauchen allen, dass ich jetzt ein Therapiehund sei.

Bis zu diesem Tag musste ich immer allein zu Hause bleiben, wenn mein Frauchen in die Schule fuhr – sie ist nämlich Volksschullehrerin und deshalb wollte sie auch so gerne einen Therapiehund haben. Und dann kam der Tag: Ich durfte zum 1.Mal mitkommen in die Schule. Ich war unglaublich aufgeregt. Mit meinem Therapiehundegeschirr und ganz vielen Sachen im Schlepptau fuhren wir los. Zuerst war ich eine Weile im Lehrerzimmer und dann durfte ich auch in die Klasse. Die Kinder waren auch furchtbar aufgeregt, aber sie hielten sich wirklich brav an alle Regeln, die mein Frauchen vorher mit ihnen vereinbart hatte. Wir verbrachten einen sehr schönen Tag zusammen.

Seit diesem Tag darf ich regelmäßig einmal pro Woche in die Schule kommen. Wir machen immer ganz tolle Sachen da. Die Kinder haben nicht immer gleich viel Zeit für mich, da sie ja auch etwas lernen müssen. Das macht mir aber nichts aus, weil wenn die Kinder arbeiten, schlafe ich einfach ein bisschen auf meinem Platz. In der Früh gibt es eigentlich immer eine Leckerlirunde oder ein Spiel. Das ist eine wirklich nette Begrüßung. Was später kommt weiß, ich eigentlich nie genau, weil sich mein Frauchen immer wieder etwas Neues einfallen lässt. Oft haben die Kinder einen Tagesplan und ich bin eine Station davon. Da arbeiten ca. 2 Kinder mit mir. Wir machen verschiedenste lustige Spiele wie z.B. Leckerli verstecken, durch einen Reifen hüpfen, Holzspiele und noch vieles mehr. Besonders stolz bin ich auf die Tricks, die ich kann. Mit dem richtigen Kommando und Zeichen mache ich eine Rolle oder krieche über den Teppich. Tanzen und winken kann ich auch. Wenn das Wetter schön ist und die Kinder fleißig waren, gehen wir auch hin und wieder in den Schulgarten zum Spielen. Im Winter baut mein Frauchen manchmal einen Hindernissparcour im Turnsaal auf, den die Kinder mit mir bewältigen sollen. Zwischendurch setzen sich auch einzelne Kinder zu mir auf den Boden und streicheln oder bürsten mich. Außerdem habe ich mein absolutes Lieblingsspielzeug- den Bruder, einen Stofftierhund- immer dabei und wenn gerade keiner für mich Zeit hat, spiele ich auch alleine mit meinem „Bruder“. Die Kinder sind wirklich ziemlich brav, wenn ich da bin. Sie wissen ganz genau, dass das für mich ziemlich anstrengend ist und nehmen Rücksicht auf mich. Mittlerweile sind sie schon richtige Profis im Umgang mit mir. Am Anfang war das noch nicht so, aber im Laufe der Zeit haben alle schon Routine. Gott sei Dank weiß mein Frauchen genau, was ich nicht so gerne mag und hilft mir sofort, wenn mir etwas nicht so ganz geheuer ist. Weil ich so ruhig und überhaupt nicht hektisch bin, hatte eigentlich noch fast kein Kind vor mir Angst und zur Sicherheit küsse ich alle immer ganz lieb- damit mich auch wirklich jeder mag.Sammy_02
Ich gehe wirklich gerne in die Schule – schon alleine wegen den Leckerlis (13 Kinder x ca. 4 Leckerlis pro Besuch…..), aber natürlich auch wegen der Kinder. Es ist immer so aufregend da. Mein Frauchen und ich sind mittlerweile schon ein eingespieltes Team.